Greifvögel

Die aktuellste Aufnahme aus dieser Rubrik.


Seeadler

Der Seeadler wird in Mitteleuropa wieder immer häufiger, obwohl er schon fast ausgestorben war, da viele Gefahren ihn bedrohten. Unerbittlich wurde er früher von den Menschen verfolgt und gejagd. Wieder einmal sahen die Jäger und Fischer in ihm einen Schädling der den Menschen die Fische und Wasservögel wegfraß. Insektizide Dichlordiphinyltrichlorethan (DDT) ließ die Tiere unfruchtbar werden. Mitte der 70er Jahre wurde dieses Insektizid verboten. Dank verständnisvollere Menschen und Vogelschützer nimmt der Bestand der Seeadler wieder zu. Seeadler können eine Flügelspannweite von 2,45m erreichen, Paare bleiben ein Lebenlang zusammen.


Fischadler

Der einzige Greifvogel, der sich fast ausschließlich von Fischen ernährt. Der Fischadler richtet in den Fischereibetrieben wenn überhaupt nur geringen Schaden an, ca. 75 % seiner Beute sind Karpfenfische, Brachse oder Brasse, das für die Karpfenfische typische grätenreiche Fleisch ist wahrscheinlich auch beim Brachsen der Grund für eine eher zurückhaltende Nachfrage des Verbrauchers.


Der Mäusebussard

Der Mäusebussard ist hier in unserer Region, im nördlichen Niedersachsen einer der am häufigsten anzutreffenden Greifvogelarten. Wie an meinen Aufnahmen zu erkennen, ist die Gefiederfärbung sehr unterschiedlich. Die oft lebenslang verpaarten Partner errichten ihre Horste meist in Waldrandnähe auf einen hohen Laubbaum. Mäusebussarde sind spezialisierte Kleinsäugerjäger. Sie können aber auch junge Hasen und Kanninchen erbeuten; gelegentlich auch Eidechsen, Blindschleichen oder Lurche.


Turmfalke

Die typische Jagdmethode des Turmfalken ist das energieaufwendige "Rütteln" (siehe die letzten beiden Aufnahmen). So hält er sich in der Luft auf einer Stelle und sucht nach Mäusen. Er ist einer der häufigsten Falken Mitteleuropas.


Sperber

Bei den Sperbern ist es wie bei vielen Greifvögeln, das Weibchen ist auffallend größer als das Männchen. Der Sperber ist ein draufgängerischer und wendiger Kleinvogeljäger. Besonders im Winter sieht man Sperber in Städten und Siedlungen, denn dort versprechen die Vogelfütterung reiche Beute.


Rotfußfalke

Rotfußfalken sind faszinierende kleine Greifvögel, die so ziemlich alles im Gruppenverband unternehmen und vor allem in den Steppen Osteuropas anzutreffen sind.Das Gefieder der Männchen ist vor allem grau, am Rücken etwas dunkler schattiert. Umso auffälliger sind die Wachshaut des Schnabels und der Lidring, beide stark orange. Diese Farbe findet sich auch am unteren Bauch, den Unterschenkeln und den Füßen. Zur Befiederung der Beine sagt man auch „Hosen“.
Rotfußfalken sind vor allem in Osteuropa und Zentralasien beheimatet und sehr selten in Tschechien und Deutschland.


Wanderfalke

Der Wanderfalke zählt zu den schnellsten Fliegern im Tierreich. Beim jagen seiner Beute kann er eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 200km/h erreichen. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Vögel bis zu Graureihergröße.


Rohrweihe

Die Rohrweihe frisst Mäuse und Kleinvögel, zur Brutzeit auch Jungvögel anderer Vogelarten. Ist ausreichend Nahrung vorhanden, lässt sich das Männchen auch mit zwei Weibchen ein, hat dann aber auch zwei Nester zu versorgen. Das Weibchen ist überwiegend braun gefärbt (siehe die oberen zwei re. Aufnahmen).


Sumpfohreule

Die Sumpfohreule ist auch am Tag aktiv, mehr als andere Eulen. Sie lebt in feuchter, offener Landschaft; Moore und Dünen, nasse Wiesen. Sie fliegen nahezu lautlos. Das Nest der Sumpfohreule befindet sich am Boden. Bruten finden nur in Jahren mit Massenvorkommen von Wühlmäusen statt.


Steppenweihe

Wie der Name bereits andeutet ist der Lebensraum der Steppenweihe trockene Steppengebiete im Kaukasus. In Mitteleuropa ist sie seltener Ausnahmegast. So hatte ich eines Abends im Holter Hammrich Glück und konnte die Aufnahmen machen.